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Was ist Kapitalismus?
Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, in dem der größte Teil des Wirtschaftens und
Arbeitens auf Profit ausgerichtet ist. Es wird nicht direkt für menschliche Bedürfnisse
produziert, sondern nur für einen zahlungsfähigen Bedarf. (Ein Brot wird nicht gebacken,
weil es Hunger gibt, sondern um es zu verkaufen.)
Da im Kapitalismus die Produktionsmittel (wie Fabriken, Grundstücke oder der Zugang
zu Rohstoffen) in Privatbesitz sind, darf ein Großteil der Bevölkerung nicht mitentscheiden,
was und wie produziert wird. Da diese Menschen im Normalfall nichts weiter
besitzen, sind sie gezwungen ihre Arbeitskraft zu verkaufen, um leben zu können. Sie
sind lohnabhängig – und als solche dem (Arbeits-)Markt komplett ausgeliefert.
Alle Menschen stehen im Kapitalismus in Konkurrenz zueinander – um Jobs, Geld,
Schulnoten etc. Beschönigend wird dies Wettbewerb genannt, obwohl es um nicht
weniger als das eigene Leben geht.
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Seit
Ende 2007 tickern riesige Verlustzahlen durch die Medien, einige
Milliarden, hunderte Milliarden und zuletzt 1,1 Billionen Euro Verlust,
so schätzt der IWF (Internationaler Währungsfonds), wurden in der
aktuellen Finanzkrise bereits gemacht. Die Rettungspakete der
EU-Staaten plus das der USA umfassen insgesammt 2,6 Billionen Euro –
also eine schwindelerregende Zahl mit zwölf Nullen. Die Summe
entspricht dem, was laut UNO nötig wäre, um den Hunger in Afrika 52
Jahre lang zu bekämpfen.
Krisen
gibt es immer wieder im Kapitalismus, und sie laufen immer ähnlich ab:
Ein begehrtes Objekt (Aktien, Immobilienkredite, Öl o.ä.) steigt im
Preis. Daraufhin wird noch viel mehr gekauft, da alle spekulieren, dass
die Preise weiterhin steigen und sie dann einen fetten Gewinn machen
wenn sie später verkaufen. Irgendwann ist der Höhepunkt erreicht, die
Ersten wollen nun wieder verkaufen und ihren Gewinn einstreichen - die
Preise fallen wieder rapide ab. Im aktuellen Fall wurden viele
Hauskredite an Menschen vergeben, die diese kaum zurückzahlen können.
Um das Risiko loszuwerden, wurden die Schuldscheine zu Wertpapieren
gemacht (verkäufliche Ansprüchen auf Zins).
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Die geballte Macht der TV-Gemeinschaft schlägt
uns seit kurzem entgegen, wenn es heißt "Du bist
Deutschland!". Von Tagesschau-Moderatoren über Sportler und
Popstars bis hin zu Harald Schmidt geht die Reihe derjenigen, die uns
auffordern Bäume auszureißen und Schmetterlinge dazu zu
bringen, Orkane in Gang zu setzten. Nachdem man sich vom Schock der
neopatriotischen Flut erholt hat, den der TV-Spot unweigerlich in
einem auslöst, drängen sich einem Fragen auf: Von wem kommt
die Kampagne? Was genau soll der Quatsch? Und was fällt 'denen'
ein mich zu duzen?
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Kommentar von Julian Plenefisch, 30.9.2005
Am 15. September hat das Abgeordnetenhaus auf Antrag der Regierungsfraktionen mit Stimmen der Grünen und der FDP gegen den Willen der CDU das Wahlalter bei Kommunalwahlen in Berlin auf 16 Jahren gesenkt. Aber ist das eine gute Entscheidung?
Viele Kritiker heben hervor, dass Jugendliche mit 16 noch keine ausgeprägte politische Meinung hätten und damit leichter verführbar für extreme Richtungen seien. Oder: Junge Menschen interessierten sich sowie so nicht für Politik, würde daher auch nicht wählen gehen und das wiederum die ohnehin schlechte Wahlbeteiligung senken.
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